Archiv der Kategorie 'Musik'

Entspannungsmusik

Wer so seine Drums spielen kann, kann was. Ansonsten sind „The Locust“ wahrscheinlich einfach schon ziemliche Irre, die aber zumindest eine sehr gute Platte gemacht haben.

LeATHERMOUTH „XO“

Geil. Geil. Geil – und schon wieder so früh ein Anwerter auf das Album des Jahres.

Ich bin sehr begeistert vom LeATHERMOUTH-Debütalbum „XO“. Endlich mal wieder ein Hardcore-Brett ohne Adjektive, kein Double-Bass, kein Cleaner Gesang, kein Midtempo. Einfach 24 Minuten Umgebrülle und Gekloppe. Erfreulich, dass Epitaph auch mal wieder vernünftige Sachen auf CD presst. Wer sich selbst überzeugen will, mag sich die MP3s bei Epitaph anhören.

Irgendwie habe ich gelesen, dass der Sänger auch bei „My Chemical Romance“ singt, scheint ja irgendwie bekannter zu sein, ist aber irgendwie total an mir vorbei gegangen.

Die fünf besten Alben 2009

Keine Reihenfolge, alphabetisch geordnet.

- Exit To Freeways – Spilling Drinks. Spelling Names

Eigentlich ist der Bandname noch ein ganzes Ende länger. Extravagant wie der Name ist auch die Kost die Exit To Freeways liefern. Noise als Grundkonstante und dann gibt es vieles aus dem musikalischen Gemischtwarenladen. Das kann nach hinten losgehen oder ganz fantastisch gelingen wie hier.

- The (International) Noise Conspiracy – The Cross Of My Calling

Nun, was ist geblieben, von der T(I)NC? Zumindest ein ziemlich cooles Pop-Album mit Hits für die Ewigkeit wie „Hiroshima, Mon Amour“, keine wirklichen Gurken. Es ist nur seltsam, wie leicht erträglich sie nun geworden sind. Der Hörer wird nicht mehr gefordert wie auf „A New Morning, Changing Weather“ oder „Survival Sickness“. Das zumindest als ein kleiner Wehmutstropfen.

- The Mars Volta – The Bedlam In Goliath

Diese Platte spaltet, aber das scheint ja auch das Grundprinzip von The Mars Volta. Das ist keine Musik, die beim Staubsaugen gehört werden kann und auch keine Musik, die jeder Lebenslage dienlich ist, aber Musik auf die sich eingelassen werden sollte, denn es lohnt sich.

- Rise Against – Appeal To Reason

Ich habe vorher noch nie eine CD von Rise Against besessen und war auch erst einmal wenig begeistert, als mir gleich ein Zettelchen von PETA2 beim Aufklappen der hübschen Pappschachtel in die Hände fiel. Aber sonst sind sie erstaunlich gut, die Jungs von Rise Against. Druckvoller, präzise gespielter Punkrock. Gefällt sehr gut.

- Pascow – Nächster Halt Gefliester Boden

Pascow und ihr Album „Nächster Halt Gefliester Boden“ waren für mich eigentlich die Überraschung des Jahres. Mir waren Pascow zwar insoweit ein Begriff, als dass sie zu den cleveren Deutschpunk-Bands gehören und (wie ich es mag) schnellen und hektischen Punk spielen.

Fifth Period

Leathermouth sind großartig, die 3 Songs, die sie auf MySpace veröffentlicht haben, gefallen mir sehr gut.

Hier ein Video vom Song „Fifth Period“:

Sonic Youth – Drunken Butterfly

Mir klingt seit langem immer wieder der Refrain dieses großartigen Stückes namens „Drunken Butterfly“ von Sonic Youth in meinem Ohr. Damit sich auch andere anstecken können und sich dann endlich mal das Album „Dirty“ besorgen:

Kurzrezensionen

Atreyu – Suicide Notes & Butterfly Kisses

Rumgegrunze ist sonst nicht mein Fall, aber das inzwischen auch schon fast 6 Jahre alte „Suicide Notes & Butterfly Kisses“ von Atreyu mag ich sehr gerne. Der erste Titel „A Song For The Optimists“ (Video oben) rollt bedrohlich heran und dann geht das Inferno los – und eigentlich auch eines der besten Lieder der CD. Das Problem ist nämlich: alles klingt relativ ähnlich, auf einem Song hilft der Sänger von „Death By Stereo“ aus, zum Ende taucht ein Klavier auf – aber sonst ist es ganz einfache gut und solide Metalcore-Hausmannskost. Ehrlich gesagt habe ich mich mit dieser Band danach nicht weiter beschäftigt, scheint aber laut Wikipedia auch im Zuge des Metalcore-Hypes 2006 ihren Weg in Richtung Majorlabel gemacht zu haben.

Tocotronic – K.O.O.K.

Heute gekauft und damit die Tocotronic-Sammlung endlich vervollständigt. Und wieder kann kaum etwas schlechtes gesagt werden, K.O.O.K. nimmt eine Zwischenstellung zwischen der Schrammelphase bis „Es ist egal, aber“ und der experimentellen Phase ab „Toctronic“ ein und vereint so gutes aus beiden Welten. Neben dem eigentlichen Hits des Albums „Jackpot“ (Video oben) und „Let there be Rock“ noch viele andere großartige Stücke. Kaufen, gibts günstig aufm Grabbeltisch ;)

2 Feststellungen

Gestern bei Kulturzeit auf 3Sat gesehen, heute hier: „Dan Le Sac Vs. Scroobius Pip“. Irgendwie soll das Hiphop sein, da ich von der Musikrichtung keine Ahnung habe und deswegen eher wenig interessante Dinge damit verbinde, bekommt das hier vor allem das Prädikat cool. Mal sehen, ob ich das Album mal irgendwo bekomme.

Eine ganz andere Empfehlung ist noch die folgende: mir ist heute beim Joggen aufgefallen, was für ein verdammt cooles Hardcore-Album „Wake The Dead“ von Comeback Kid ist. Auch wenn das inzwischen auch schon 3 Jahre auf dem Buckel hat. Sachen die danach kamen, habe ich glaube ich probegehört und dann wieder ins Regal gestellt. Denn das konnte nicht mithalten mit den Riffs, der Präzision und der Energie von „Wake The Dead“. Kritik, dass das zu glatt produziert sein, kann ich indess nicht so recht folgen. Vielleicht gibts das Album inzwischen auch günstiger zu kaufen – aber so oder so: unbedingt zu legen. Hier folgend das Video von 2 Songs aus dem Album: „False Idols Fall“ und „Talk is Cheap“. Damit wäre ich dann auch einigermaßen unkreativ hier zurück gekehrt.

Camping-Geschirr and Some Girls

Eigentlich wollte ich heute Camping-Geschirr kaufen, das war mir dann aber zu teuer, weswegen ich irgendwann demnächst mal in einen dieser Ramschladen gehen werden und billige Plastikteller kaufen werde.


Some Girls – I Need Drugs, Album: The DNA Will Have Its Say

Nicht zu geizig war ich bei der Platte „Heavens Pregnant Teens“ von Some Girls. Eine All-Star Band, die unter anderem aus Mitgliedern von „The Locust“ und „Give Up The Ghost“ bestanden, bis sich angeblich 2007 auflösten. Was dabei rauskommt, ist natürlich vorraussehbar: laute, schnelle und anstrengende Musik. Aber gerade, wenn es im Hardcore nur noch Mackertypen und schlechten Emo-Core gibt, tuen solche Bands und solche Platten, die zwar von 2006 ist, sehr gut. Sicher alles andere als zugänglich, aber das kann auch kaum nach dem ersten Hören erwartet werden. Ein großartiges Artwork mit einer schwangeren Nonne, was der Grund war, warum der Titel in Kombination mit dem entsprechenden Bild in den USA große Kontroversen auslöste, macht vieles richtig. Und die Lyriks die durch teilweisen ihren ironischen Unterton auch nicht zu verachten sind, zeigen zumindest das sich dieses Geld mal gelohnt hat.

Eine neue Liebe?

Ich habe eine neue Lieblingsband, glaube ich zumindest jetzt. Am Samstag war ich Kopierpapier kaufen und habe nebenbei mal noch in der Grabbelkiste des Elektro-Supermarktes herumgewühlt und dort „Goo“ von Sonic Youth für gut 6€ gefunden. Ich habe sie mitgenommen und seit dem läuft die CD bei mir in „Heavy Rotation“. Diese Bässe! Diese Dissonanzen! Diese Atmosphäre! Ganz doll großartig und zwar sogar so, dass ich mir heute noch „Dirty“ und „Daydream Nation“ angekauft habe, ebenfalls für einen guten Preis. Während ich hier tippe läuft gerade „Dirty“ und ist schon mal ziemlich cool. Großartig, wie effizient Sonic Youth Soundstrukturen zerlegen.

EDIT: Beide Alben ganz doll großartig :)

Ufo, Scheiß Rip-Off

Zwei Sachen in einen Beitrag packen und diesem eine Überschrift geben: muss wie jetzt nicht immer gelingen. Aber der Reihe nach:

a.) Der Indiana Jones-Film war unterhaltsam (und da war ich positiv überrascht), das nun allerdings dieses Hanebüchene die „Aliens-kamen-zu-den-Maya“-Zeug nun wieder aufgewärmt werden musste und wieso dafür 16 Jahre am Drehbuch geschrieben wurde, nunja. Jedenfalls: UFOs passen nicht in Indiana Jones-Filme, und Nazis durch irre KGB-Agenten zu ersetzen, bringt zwar einiges neues an Witzpotential („Wie sind ihre letzten Worte?“ – „Lange lebe Eisenhower!“) zu Tage, wirkt aber durch die extreme Überzeichnung der Russen fast wie eine Satire auf James Bond-Filme (obwohl dem Film in der Gesamtkomposition unterstellt werden kann, dass das so gewollt war).

b.) Nun zum Scheiß Rip-Off. Vor einem Jahr erschien das neue Bad Religion-Album „The New Dark Ages“, irgendwann im Juli kommt jetzt eine Delux-Edition raus: mit DVD und einer weiteren CD, auf der 7 Akkustikstücke enthalten sind (davon 3 exklusiv). Das ist Verarsche. So wird der arme Fan gezwungen, sich die gleiche CD zweimal zu kaufen, um an die Bonus-CD und die DVD zu kommen.