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Samstag

Ich habe mir heute für den Sportunterricht Laufschuhe gekauft, weil ich in meinen anderen immer Schmerzen wegen der dünnen Sohle hatte. Nach einer mehr oder minder kurzen Laufschuhberatung mit meinem grandiosen Eingangsstatement „Ich laufe einmal in der Woche und will das mir danach nicht die Füße weh tun.“, habe ich nun einen reduzierten Laufschuh eines Klassenfeindes. Die Schuhe habe ich die heute gleich mal ausprobiert und bin 5 Kilometer gejoggt. Test bestanden und Wer hätte gedacht, das ich das mal schreibe: hat Spaß gemacht. Irgendwo muss jetzt nur mal noch meinen USB-Stick MP3-Player finden.

Und sonst so: der nationale Wahn beginnt nun endgültig ab morgen. Bei den ganzen Deutschlandfahnen habe ich jetzt schon Krätze bekommen. Ich musste mich schon mindestens zwei Mal davon abhalten „Nie wieder Deutschland“ zu brüllen. Leider habe ich das Gefühl, das sich dieses Symptom kaum beheben lassen wird, bis Deutschland das Turnier verlassen hat und die Jubelpatrioten ihre Fahnen verstaut haben.

Außerdem bin ich jetzt leider Teil der „Generation Umhängetasche“, denn meine neue Fahrradtasche lässt sich sowohl als Aktentasche, als auch als Umhängetasche nutzen. Beim Bierholen hat sich schon mal bewährt und auch auf dem Kopfsteinpflaster ist sie nicht abgeflogen. Nur das Bier hat dann ordentlich geploppt, weil es etwas durchgeschüttelt war. Das tollste war aber der Globetrotterkatalog, welchen ich mit der Tasche bekommen habe. Beeindruckend waren nicht nur die Macheten, die Schlafsäcke für die Arktis und das Solarladegerät für Laptops, sondern auch die GPS-Geräte fürs Fahrrad, Schlauchboote und die Pulvernahrung für den Notfall (1500 KJ), die grandiosen Taschenlampen – ich kann mich dem 700 Seiten Katalog immer wieder beschäftigen und finde immer tollere Sachen, von deren Existenz ich nicht mal eine Ahnung hatte: ein Tonne zum Transportieren von Wasserkanistern und zusätzlich Geräte, von denen ich als Städter die Finger lassen sollte: Propangaskocher, die orginal schwedische Doppelaxt und Gaslampen.

Prost, mein geliebtes Schwarzbier trinke ich jetzt noch aus. Nebenbei läuft „Korn & Sprite“ von Tomte, deren CD „Eine Sonnige Nacht“ mir sehr gefällt, sogar mehr als das Album „Buchstaben Über Der Stadt“, welches vor allem das Prädikat „Schön“ bekommt.

Und schon mal für morgen üben (mal sehen, ob ich der Versuchung widerstehen kann):

NIE, NIE, NIE WIEDER DEUTSCHLAND!

Seltene Momente (II)

iTunes scheint sich persönlichen Stimmungen anzupassen. Heute irgendwie nur Hardcore, Metal und nichts lebensbejahendes gehört.

P.S.: Ich hoffe, das ich diese schreckliche Gefühlsbloggerei auch bald wieder einstellen kann, denn sowas finde ich auch selbst schrecklich zu lesen.

P.P.S.: Für alle die, die lieber den Verkehr auf der Fahrbahn behindern, als auf dem Radweg zu fahren: Ein kurzer Artikel zur Radwegebenutzungspflicht. Um wenigstens etwas nutzen in das Rumgeheule zu bringen.

Seltene Momente (I)

Nach zwei ausgegebenen Bier mit dem Rad durch die leere Innenstadt fahren und „Nüchtern“ von „Die Sterne“ hören, im Bewusstsein, wegen den geschlossenen Kopfhörern mindestens einmal gegen die Straßenverkehrsordnung verstoßen zu haben; mal abgesehen von den, aufgrund nicht vorhandenen Verkehrs, überfahrenden roten Ampeln. In jedem Fall mal toll, nach einem Monat wieder Bekannte gesehen zu haben und dazu für 1€ ungehörig günstig in einer veganen Vokü gegessen zu haben.