Archiv für November 2008

Problem & Lösung

Ich hatte ein Problem: zwar habe ich einen Schreibtisch, auf dem stelle ich aber nicht meinen Laptop ab, sondern nutzte den immer gerade, wo es mir passt, deswegen waren für mich das Anschaffen von Boxen sinnlos. Was ich aber habe, ist eine Stereoanlage mit Audioeingängen.

Gestern hatte ich einen Einfall und noch eine Menge toller Kabel und Adapter: Audio-Kabel, einen Adapter, der Audio-Kabel auf einen Klinkenstecker umsetzt und eine Verlängerung für die Kopfhörerkabel, das hat zwar einen Wackelkontakt beim Übergang zum Audioadapter, aber alles funktioniert, wenn das Kabel liegt. Nach zwei Jahren endlich wieder vernünftig Musik über die Stereoanlage hören und nicht mehr über die Boxen des MacBooks oder Kopfhörer, obwohl das natürlich alles auch ging, aber so ist natürlich schöner. Die Frage ist nur, warum ich nicht vorher drauf gekommen bin, wo das ganze Zeug doch schön verteilt bei mir herum lag – allerdings muss ich auch sagen, dass ich die Kopfhörerverlängerung auch schon fast vergessen hatte und von der Audiokabelexistenz nicht so wirklich was wusste, das war sogar noch eingetütet.

Eine Skizze, weil es so schön ist:

Normalzustand

Schulstreik in Berlin: die Demonstranten strömten in die Humboldt-Universität, nachdem die Polizei gerade dies durch eine Auflösung der Demonstration verhindern wollte. Einige Demonstranten sahen sich dann dazu veranlasst, die Tafeln einer Ausstellung über jüdische Betriebe in der NS-Zeit stark zu beschädigen – zusätzlich sollen auch antisemitische Äußerungen gefallen sein. Dem Bündnis „Bildungsblockaden einreißen“, oder der selbsternannten LSV gelingt es danach nicht, sich von diesen Vollidioten klar zu distanzieren, stattdessen findet man lieber Erklärungs- und Entlastungsmuster. Dabei müssten sie nicht einmal die Besetzung der Humboldt-Uni in Frage stellen.

Ein ziemlicher typischer Tag also.

Eine Korrektur (14.11, 12:36): nach Schreiben dieses Beitrages haben die Organisatoren eine Stellungnahme veröffentlicht, in der sich von den Taten distanzieren, natürlich nicht, ohne anzumerken, dass die SchülerInnen die eigentlichen Opfer sind, schließlich zwingt sie ja das Schulsystem quasi dazu, randalierend gegen Plakate über jüdische Betriebe in der NS-Zeit vorzugehen. Keinesfalls ist die Orgagruppe davon entbunden, darüber nachzudenken, ob sie nicht die Ablehnung von Antisemitismus, Rassismus usw. hätten von Anfang an herausstellen sollen, um sich solches Personal gleich vom Hals zu halten.