Archiv für September 2008

Sonic Youth – Drunken Butterfly

Mir klingt seit langem immer wieder der Refrain dieses großartigen Stückes namens „Drunken Butterfly“ von Sonic Youth in meinem Ohr. Damit sich auch andere anstecken können und sich dann endlich mal das Album „Dirty“ besorgen:

Kurzrezensionen

Atreyu – Suicide Notes & Butterfly Kisses

Rumgegrunze ist sonst nicht mein Fall, aber das inzwischen auch schon fast 6 Jahre alte „Suicide Notes & Butterfly Kisses“ von Atreyu mag ich sehr gerne. Der erste Titel „A Song For The Optimists“ (Video oben) rollt bedrohlich heran und dann geht das Inferno los – und eigentlich auch eines der besten Lieder der CD. Das Problem ist nämlich: alles klingt relativ ähnlich, auf einem Song hilft der Sänger von „Death By Stereo“ aus, zum Ende taucht ein Klavier auf – aber sonst ist es ganz einfache gut und solide Metalcore-Hausmannskost. Ehrlich gesagt habe ich mich mit dieser Band danach nicht weiter beschäftigt, scheint aber laut Wikipedia auch im Zuge des Metalcore-Hypes 2006 ihren Weg in Richtung Majorlabel gemacht zu haben.

Tocotronic – K.O.O.K.

Heute gekauft und damit die Tocotronic-Sammlung endlich vervollständigt. Und wieder kann kaum etwas schlechtes gesagt werden, K.O.O.K. nimmt eine Zwischenstellung zwischen der Schrammelphase bis „Es ist egal, aber“ und der experimentellen Phase ab „Toctronic“ ein und vereint so gutes aus beiden Welten. Neben dem eigentlichen Hits des Albums „Jackpot“ (Video oben) und „Let there be Rock“ noch viele andere großartige Stücke. Kaufen, gibts günstig aufm Grabbeltisch ;)

Pirker schlägt wieder zu

Werner Pirker durfte in Samstag-Ausgabe der „jungen Welt“ einen Kommentar zum „Anti-Islamisierungkongress“ der rechtsextremen Gruppierung „Pro Köln“ schreiben. Da dieser mit „Hilflose Antifa“ übertitelt ist, dürfen natürlich auch die üblichen Pirkner-Zutaten nicht fehlen:

Die Islamfeindschaft ist auch keine Religionskritik. Sie ist die Ideologie des imperialistischen Krieges. Als solche dient sie vor allem der Rechtfertigung der amerikanisch-israelischen Aggression gegen die arabische und muslimische Welt. Deshalb ist die Islamophobie auch jenem Teil der Linken nicht wesensfremd, der meint, sich mit dem zionistischen Projekt solidarisieren zu müssen. Mit der Aufgabe des Antiimperialismus, wie sie Gregor Gysi im Zusammenhang mit seinem Bekenntnis zum Zionismus forderte, wäre die Linke in der westlichen Wertegemeinschaft angekommen. Der Islam erscheint als Gegenbild zum Vorbild der modernen, aufgeklärten, säkularen Gesellschaft. Und die weiße Vorherrschaft als zivilisatorischer Auftrag.

Nur eine Anmerkung: wäre die „Islamfeindschaft“ die Ideologie des „imperalistischen Krieges“ – und wie Pirker ja impliziert, irgendwie ja auch von USA und Israel am massivsten in die Debatte gebracht – warum demonstrieren dann Neonazis gegen die nächste Moschee, generieren sich aber auch andererseits als Ahmadineschad-Fanboys? Vielleicht weil „Bürgerbewegungen“ wie ProKöln, jeder beliege NPD oder DVU-Verein im Kampf gegen die „Islamisierung“ nichts anderes sind, als ordinäre Türkenhasser, die sich der „Islamkritik“ bedienen, weil das irgendwie etwas netter klingt, gleichsam aber deswegen genauso hemungslos nationalistisch und eben auch antisemitisch sein können?

In der Tat ist die plumpe „Islamkritik“ keine Religionskritik, den eine solche hat immer die Emanzipation des Individums von den Verhältnissen im Blick. Gleichsam wäre es auch ein Witz, dem plumpen Anti-Amerikanismus und der tiefsitzenden Israelfeindschaft Pirkners zu unterstellen, noch irgendwas mit politischer Emanzipation zutun zu haben.

Noch eine Anmerkung (10:33): Da jetzt schon angefangen wird, durch abgeschnittene Zitate Kaffeesatz zu lesen, kurz mal ein Erläuterung für all die, die meinen Gedankengängen nicht so recht folgen konnten:

Es geht in dem Beitrag um nichts anderes, als dass Nazis weiterhin dass sind, was sie schon immer waren: Rassisten, Antisemiten, Sexisten… Natürlich sind sie Imperialisten, aber die Hauptideologie in ihrem damaligen wie auch heutigem politischen Handeln ist nicht die “Islamfeindschaft”, sondern vielmehr eben Antisemitismus und Rassismus. Mehr sagt der Beitrag nicht aus und widerspricht da eben Pirker, für denen sich ja alle gegen die arabische Welt verschworen haben.

Einen Witz …

… über den Zustand der SPD, hat die SPD selbst produziert. YES WE CAN!

Thinkpad, Kranke Kim Jongs

Nach zwei Tagen Beschäftigung mit Ubuntu Linux 08.04 habe ich nun WLAN auf meinem gebraucht gekauften Thinkpad T40. Der integrierte Cisco-Chipsatz konnte unter Linux kein WPA, deswegen habe ich mir noch einen WLAN-USB-Stick besorgt. Nach einigem Fummeln, verbindet der sich automatisch nach dem Booten mit einem von präferierten Netzwerk. Das man dazu erstmal alle WLAN-Devices in der Netzwerkverwaltung von Ubuntu auf „Roaming“ schalten muss, um diesen Netzwerkmanager nutzen zu können – nunja.

P.S.: Den Preis für eine doofe Überschrift geht an die Netzzeitung: „Is Kim Jong ill?“