Archiv für August 2008

2 Feststellungen

Gestern bei Kulturzeit auf 3Sat gesehen, heute hier: „Dan Le Sac Vs. Scroobius Pip“. Irgendwie soll das Hiphop sein, da ich von der Musikrichtung keine Ahnung habe und deswegen eher wenig interessante Dinge damit verbinde, bekommt das hier vor allem das Prädikat cool. Mal sehen, ob ich das Album mal irgendwo bekomme.

Eine ganz andere Empfehlung ist noch die folgende: mir ist heute beim Joggen aufgefallen, was für ein verdammt cooles Hardcore-Album „Wake The Dead“ von Comeback Kid ist. Auch wenn das inzwischen auch schon 3 Jahre auf dem Buckel hat. Sachen die danach kamen, habe ich glaube ich probegehört und dann wieder ins Regal gestellt. Denn das konnte nicht mithalten mit den Riffs, der Präzision und der Energie von „Wake The Dead“. Kritik, dass das zu glatt produziert sein, kann ich indess nicht so recht folgen. Vielleicht gibts das Album inzwischen auch günstiger zu kaufen – aber so oder so: unbedingt zu legen. Hier folgend das Video von 2 Songs aus dem Album: „False Idols Fall“ und „Talk is Cheap“. Damit wäre ich dann auch einigermaßen unkreativ hier zurück gekehrt.

Antispe – Ohje, ohje

Ab Heute bis Sonntag findet der „Antispe Kongress“ statt. „Antispe“ scheint die neue Trendbewegung (radikaler) Linker zu sein. Da Kategorien wie „Tierprodukte schmecken nicht“ ausgedient zu haben scheinen, muss sich jetzt eine Philosophie zusammengebastelt werden, die das eigene Handeln irgendwie begründet.

Jeder soll die Freiheit haben, Tierprodukte nicht zu konsumieren, weil er Empathie für traurig schauende Tiere hat; aber die Energie mit diese Empathie nicht-Veganern aufgezwungen versucht wird, unterscheiden oft nicht von hausierenden religiösen Sekten – nur das sich eben über die Bibel sondern über das Stück Fleisch (für Vegetarier wie mich, die ja glücklicherweise in veganer Logik auch „Spes“ sind, ist eben der Käse) diskutiert wird. Oftmals fordern die (militanten) Anti-Spes Toleranz und Akeptanz ein, die sie anderen nicht bereit sind zuzustehen, was nun aufgrund ihrer Ideologie auch kein Wunder ist. Darauf ein Käsebrötchen, dick bestrichen mit Butter.

Übrigens: Ivo Bozic hat am Ende seiner Rezension zum Film „Animals in Love“, der versucht in der Tierwelt, monogame, hetereosexuelle Beziehungen zusammen zu basteln, mit folgenden treffenden Schlusswort versehen:

Veganer und Tierrechtler werden den Film sowieso lieben, denn sie sind ja ohnehin der Meinung, dass Mensch und Tier dasselbe sind. Dabei zeigt uns die Natur vor allem, dass schon kaum ein Tier mit einem anderen vergleichbar ist. Völlig grotesk ist also die Idee von selben Rechten und moralischen Kategorien für alle Le bewesen, Menschen eingeschlossen. Wer Tiere wirklich respektiert, versucht nicht, ihnen mensch liche, also gesellschaftliche Normen über zustülpen. Und wer Menschen respektiert, reduziert diese nicht auf ihre biologischen Merkmale. Auch der Mensch ist ein fantastisches und – das ist wichtig – einzigartiges Wesen mit unglaublichen Fähigkeiten. Neben dem Fressen und Ficken kann er nämlich nicht nur fernsehen, sondern auch Fernseher erfinden und herstellen. Kein Tier kann das. Aber auch sein Liebesleben ist ein echtes Phänomen, komplex, widersprüchlich und immer wieder verwirrend, und selbst für uns oft noch schwieriger nachvollziehbar als die bizarre Partnersuche und Fort pflanzung der Tiere. Auch dies kann man aus »Animals in Love« lernen. Oder eben aus dem echten Leben.

aus „Loveparade der Tiere“, Jungle World 31/2008

Zappen

Auf VOX werden Auswanderer gezeigt. Diesmal ein lesbisches Paar aus Thüringen. Sprecher aus dem Off: „Sie wandern aus mit Johannas* Sohn aus erster Ehe, kurze Sprechpause mit einem Mann.“

File under: Sinnlose Nebensätze.

* Orginal-Name ist mir entfallen