Tibet, Nr. 2

Die taz hat heute unverzeilicherweise „verboten“ einer Anzeige der Tibet-Initiative geopfert, und auch im gesamten Heft findet man vor allem den Dalai Lama. Küppersbusch wirkt da mal wieder als Korrektiv:

Der Dalai Lama ist im Lande. Was fasziniert die Deutschen so an dem Religionsführer?

Der Lama bietet seit Jahrzehnten allerlei „Der weise Onkel wirds schon-richten“-Projektionen geringstmöglichen Widerstand. Hinzu tritt aktuell schwer benennbare Angst vor der eigenen Unwissenheit über China. Hätte Frau Illner im ZDF versehentlich die Karteikärtchen fürs nächste Ratzinger-Interview genommen, es hätte eine Jahrhundert-Entzauberung werden können: „Wieso wurden Sie nicht demokratisch gewählt? Warum schließen Sie Frauen aus? Sind sie nun spiritueller Führer oder weltlicher? Trifft es zu, dass es in der Geschichte Ihrer Religion niemals Demokratie gab?“ Die Medien sind in einen Taumel des Tollfindens verfallen, der sehr gnädig als „Pop-Politik“ zu deuten wäre. (…)

via taz


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