Am gestrigen Samstag, dem 15.März 2008, fand in Erfurt eine Demonstration gegen die „Reiten-Jagen-Fischen“-Messe statt.(…) Es wurden gleich Parolen gerufen, Infomaterial verteilt und versucht, mit Besuchern _Innen in Kontakt zu treten, um über das Reiten, Jagen und Fischen aufzuklären.Da die Polizei zahlmäßig mit etwa 15Beamten und Beamtinnen des BFE’s und etwa noch mal so viel Bereitschaftspolizei zu stark präsent war, wurden weitere Aktionen unterbunden und die Teilnehmer_Innen der Demonstration einen Platz auf dem Gelände zugewiesen, der mit Gittern abgesperrt war und weiteres agieren erschwerte oder gar unmöglich machte. Da ließ sich aber die Clowns Army nicht den Spaß nehmen, kleine Verfolgungsgänge über den Vorplatz zu mit den Freunden in grün zu machen. (…)
Die Kontaktaufnahme von 250 fanatisierten Veganern kann ich mir lebhaft vorstellen: „Mörder! Mörder! Mörder!“ oder so. Leute die zu einer Jagdmesse gehen, machen das ja nicht aus Unwissenheit, sondern haben sicher ihren Jagd- oder Angelschein nicht zum Anschauen gemacht, weshalb es ja auch schon recht sinnlos ist, den Leuten die mit Gewehren in den Wald rennen, Infomaterial über den Antispezismus in die Hand zu drücken. Das kommt beim Wurststand eh in den Müll. Die Spannung der Demonstration steigert sich in ungesehene Höhen:
Dies (die gute Stimmung Anm.) hielt leider nicht lange an, da kurz darauf ein Besucher der Messen an dem Zaun des Kundgebungsortes vorbeiging und laut rief: “Arbeit macht frei! Seht zu, dass ihr arbeiten geht!“ Dies blieb von der Polizei ungehört, jedoch nicht die Antworten, die dieser Besucher zu hören bekam und gleich im Gebäude verschwand und es weitere Diskussionen zwischen Polizei und Teilnehmer_Innen zur Folge hatte.
Ich habe Samstag lange im Bett gelegen und dann zum Mittag eine Pilzrisottopfanne und zum Abend Stullen mit Käse und einem vegetarischen Aufstrich gegessen. Wenn ich so lese, was „menschliche Tiere“ (um auf den „Antispe“-Sprachstil zurück zu greifen) in Erfurt so gemacht haben, scheint mir mir mein Tag auch wesentlich spannender und sinnvoller gewesen zu sein.
Zitate nach: Indymedia
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