Die 5 besten Alben

Die besten 5 Alben dieses Jahres, alphabetisches geordnet, denn für eine Platzierung konnte ich mich nicht entscheiden.

Bad Religion – New Maps of Hell

Das Bad Religion kein zweites „Suffer“ oder „Against The Grain“ produzieren würden, war nun (leider) von Anfang an klar. Trotzdem haben die, nun inzwischen auch schon etwas in die Jahre gekommenen Herren, mit „New Maps of Hell“ ein Album produziert, welches immer noch um Längen besser ist, als all das was manche „frische“ Band so abliefert. Und mit „Honest Goodbye“ und „Requiem For Dissent“ sind auch zwei richtige „Hits“ dabei und auch der Rest ist überdurchschnittlich gut, mal einmal abgesehen vom Opener „52 Seconds“.

Bad Religion – The New Dark Ages

Machine Head – The Blackening

Ich hatte Machine Head über die Jahre aus den Augen verloren, das letzte Album der Band, welches ich im Schrank zu stehen habe, stammt immerhin auch schon von 2001. Mit „Supercharger“ hatten sie damals ein Album produziert, was sich ganz gut im heute schon wieder vergessenen Nu-Metal Bereich bewegte (das sie davor Trash-Metal spielten war mir zu dem Zeitpunkt nicht bewusst). Um so überraschter war ich, als ich „The Blackening“ hörte. Kein Rap oder ähnliche Spielereien mehr, sondern ein ordentlicher Doublebasseinsatz, nicht zu wenig Melodie und epische Songlängen. Einzelne Songs herauszustellen täte dem Album unrecht, vor allem deswegen, weil eben alles wunderbar zusammenpasst. Für mich die Überraschung des Jahres.

Machine Head – Aesthetics Of Hate

Tocotronic – Kapitulation

Genauso wie ich Bad Religion-Fan bin, bin ich auch Tocotronic-Fan und so war zu erwarten, dass dieses Album, sollte es nicht totaler Tiefschlag sein, in einer Bestenliste auftauchen würde. Und Tocotronic haben nicht enttäuscht, sie haben ein Album eingespielt, dass wie seine beiden Vorgänger musikalisch und textlich großartig ist. Die besten Songs des Albums sind meines Empfindens nach „Mein Ruin“ und „Verschwör dich gegen dich“, und auch der Rest vom Fest: toll.

Tocotronic – Verschwör dich gegen dich

Turbostaat – Vormann Leiss

Auch bei Turbostaat muss ich gestehen, dass sie mir bisher nur vom Namen bekannt waren. Aber mit „Vormann Leiss“ hat die Band aus Schleswig-Holstein ein Album produziert, dass sowohl vom Gesang als auch von der Instrumentation noch klar deutschsprachiger Punk ist, aber Turbostaat sind anders, besser und textlich sowieso besser als 95% ihre Genre-Kollegen. Auch auf diesem Album findet sich kein Ausfall, das hohe Niveau das zu Beginn u.a. „Mit Frosch hats versaut“ vorgelegt wird, bis zum Ende gehalten.

Turbostaat – Haubentaucherwelpen

The Weakerthans – Reunion Tour

Erst zu Weihnachten bekommen, aber schon hier dabei. The Weakerthans sind eben eine ganz besondere Indieband. Die Kanadier haben ein wunderschön trauriges Album auf CD gepresst. Hier gibt es nichts zu meckern. Auch einzelne Songs herauszuheben wäre mehr als unfair. Und so gilt es für mich, sich nun einmal endlich die Vorgängeralben dieser Band zuzulegen. Solange wird „Reunion Tour“ aber sicherlich noch oft im CD-Player rotieren.

The Weakerthans – Civil Twillight