Vertreibungen in Chiapas

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Foto: Xanti Revueltas -rebelArte-

Am vergangenen Samstag ging ein großes Polizeiaufgebot gegen indigene Gemeinden im lakandonischen Urwald wegen angeblichen „Umweltdelikten“ und „Raub“ vor. Die eigentliche Motivation der Vertreibung der einheimischen Bevölkerung scheint anders zu liegen. Laut EZLN will die Regierung das Land an (trans)nationale Unternehmen veräußern. Zur Zeit befinden sich 33 Personen unter Aufsicht der Staatspolizei, hauptsächlich Frauen und Kinder, die nicht über das Vorgehen informiert wurden, noch die Gründe kennen. Ähnliche Aktionen der Regierung sind laut Kommunique der EZLN auch in anderen Gemeinden zu erwarten. Dieses endet folgendermaßen:

Aus diesem Grund sagen wir, was wir schon immer sagen und weiterhin sagen werden: Das Land gehört denen, die es bearbeiten und die es nicht wie eine Ware verkaufen.

Für uns, die wir das Land bestellen, ist die Erde unsere Mutter, weil wir auf ihr leben und weil sie uns ernährt. Deshalb haben unsere vertriebenen und verhafteten Brüder und Schwestern keinerlei Schuld. Wir fordern daher ihre sofortige und bedingungslose Freilassung.

Einstweilen: Indigener Widerstand ist der beste Umweltschutz.

Quelle: Indymedia